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Vertragsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

für Fotodienstleistungen von Photography by M.K., Marcel Kuhnert

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge zwischen Photography by M.K., Marcel Kuhnert, Welsleber Strasse 29, 39218 Schönebeck (Elbe), Deutschland (nachfolgend „Fotograf“), und seinen Kundinnen und Kunden über fotografische Dienstleistungen, insbesondere Porträtfotografie. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.

Diese AGB gelten, wenn der Fotograf vor Vertragsschluss auf sie hinweist, die Möglichkeit zur Kenntnisnahme bietet und ihre Geltung vereinbart wird. Die nachfolgende Widerrufsbelehrung betrifft Verbraucherverträge über Fotodienstleistungen. Für Warenbestellungen im Fotografie-Shop und gesonderte Verträge über digitale Inhalte gelten die dafür bereitgestellten Vertragsbedingungen und Widerrufsinformationen.

2. Vertragsschluss und Leistungsumfang

Eine unverbindliche Anfrage begründet noch keinen Vertrag. Ein Vertrag kommt zustande, wenn die Kundin oder der Kunde ein Angebot des Fotografen annimmt oder der Fotograf eine verbindliche Buchung bestätigt. Die Vereinbarung kann in Textform, beispielsweise per E-Mail, erfolgen. Vor Vertragsschluss kann der Fotograf Anfragen ablehnen.

Leistungsumfang, Termin, Ort, Dauer, Anzahl der zu liefernden Bilder, vereinbarte Bearbeitung, Lieferfrist und Preis ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot und der Auftragsbestätigung. Änderungen werden in Textform vereinbart.

3. Preise und Zahlungsbedingungen

Es gelten die vor Vertragsschluss vereinbarten Gesamtpreise. Zusätzliche Leistungen und gegebenenfalls anfallende Reise- oder Locationkosten werden vor ihrer Beauftragung gesondert vereinbart.

Eine Anzahlung von 30 % des vereinbarten Shootingpreises wird nur fällig, wenn sie im Angebot ausdrücklich vereinbart wurde. Zahlungsfrist und Fälligkeit werden dort angegeben. Die Anzahlung wird vollständig auf den Gesamtpreis angerechnet; sie ist keine automatisch verfallende Reservierungsgebühr. Zwingende gesetzliche Grenzen für Vorauszahlungen bleiben unberührt.

Der Restbetrag ist zu dem in der Vereinbarung oder Rechnung angegebenen Zeitpunkt zu zahlen, soweit die gesetzlichen Fälligkeitsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei Zahlungsverzug kann der Fotograf die Bildauslieferung im Rahmen der gesetzlichen Zurückbehaltungsrechte zurückhalten. Gesetzliche Rechte der Kundin oder des Kunden bleiben unberührt.

4. Stornierung und Umbuchung

Widerruf: Besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht, gelten dafür ausschließlich die gesetzlichen Regeln und die nachfolgende Widerrufsbelehrung. Ein Widerruf löst keine Stornopauschale aus.

Absage oder Kündigung: Bei einer Absage außerhalb eines wirksamen Widerrufs richten sich etwaige Vergütungs- oder Ersatzansprüche nach den gesetzlichen Vorschriften und dem jeweiligen Vertrag. Soweit Werkvertragsrecht anwendbar ist, kann die Kundin oder der Kunde den Vertrag bis zur Vollendung des Werks nach § 648 BGB kündigen. Der Fotograf muss sich insbesondere ersparte Aufwendungen sowie anderweitigen Erwerb oder böswillig unterlassenen anderweitigen Erwerb anrechnen lassen.

Es wird weder automatisch die Anzahlung einbehalten noch automatisch der gesamte Shootingpreis verlangt. Ein geltend gemachter Anspruch wird nachvollziehbar berechnet. Bereits gezahlte Beträge werden angerechnet; Überzahlungen werden zurückerstattet. Gesetzliche Rechte zur Kündigung oder zum Rücktritt bleiben unberührt.

Umbuchung: Auf Anfrage ist eine einmalige Umbuchung bis spätestens sieben Tage vor dem vereinbarten Termin ohne zusätzliche Umbuchungsgebühr möglich, sofern ein geeigneter Ersatztermin verfügbar ist und beide Seiten ihm zustimmen. Bei späteren Anfragen wird eine individuelle Lösung vereinbart. Kommt keine Umbuchung zustande und wird der Auftrag abgesagt, gelten die vorstehenden gesetzlichen Regeln.

5. Verspätungen und Mitwirkung

Kundinnen und Kunden werden gebeten, pünktlich am vereinbarten Ort zu erscheinen und absehbare Verspätungen unverzüglich mitzuteilen. Bei einer von ihnen zu vertretenden Verspätung kann sich die tatsächlich verfügbare Shootingzeit verkürzen, sofern eine Verlängerung wegen anschließender Termine oder anderer verbindlicher Rahmenbedingungen nicht möglich ist.

Ist das Shooting aufgrund einer erheblichen Verspätung nicht mehr sinnvoll durchführbar, stimmen die Beteiligten das weitere Vorgehen ab. Etwaige Zahlungs- oder Ersatzansprüche richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften; ein pauschaler Ausschluss jeder Rückerstattung ist damit nicht verbunden.

6. Fotografische Gestaltung

Die fotografische Gestaltung liegt innerhalb des vereinbarten Leistungsumfangs im künstlerischen Ermessen des Fotografen. Bildstil, Farbgebung, Perspektiven und Bearbeitung orientieren sich an seinem vorab erkennbaren Stil und an ausdrücklich vereinbarten Vorgaben.

Die Herausgabe unbearbeiteter RAW-Dateien ist nicht Bestandteil der Leistung, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Die gesetzlichen Rechte bei Mängeln bleiben unberührt.

7. Bildauswahl und Lieferung

Der Fotograf trifft eine Vorauswahl der entstandenen Aufnahmen. Technisch oder gestalterisch ungeeignete Bilder, Testaufnahmen, Mehrfachaufnahmen und nahezu identische Varianten können aussortiert werden.

Die Kundinnen und Kunden erhalten die zur Auswahl freigegebenen Aufnahmen in einer Online-Galerie, soweit dieses Auswahlverfahren vereinbart ist. Die vereinbarte Anzahl und Qualität der zu liefernden Bilder bleiben maßgeblich. Ohne gesonderte Vereinbarung besteht kein Anspruch auf Einsicht in oder Herausgabe sämtlicher entstandener Aufnahmen.

Die final ausgewählten und bearbeiteten Bilder werden innerhalb der vereinbarten Lieferfrist digital bereitgestellt. Format, Auflösung und gegebenenfalls die Verfügbarkeit der Download-Galerie werden im Angebot oder in der Auftragsbestätigung angegeben. Die Kundinnen und Kunden sollten die gelieferten Dateien herunterladen und selbst sichern.

8. Bildbearbeitung und Retusche

Die Bildbearbeitung ist Teil der künstlerischen Leistung des Fotografen. Im Rahmen der vereinbarten Bearbeitung werden kleinere temporäre Hautunreinheiten oder störende Elemente retuschiert. Körperformende oder stark verändernde Beautyretuschen sind nur enthalten, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden.

9. Urheberrecht und Nutzungsrechte

Die Urheberrechte an den vom Fotografen erstellten Bildern verbleiben bei ihm. Die Kundinnen und Kunden erhalten die ausdrücklich vereinbarten Nutzungsrechte.

Sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde, wird nach vollständiger Zahlung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für private Zwecke eingeräumt. Dazu gehören private Ausdrucke und die Veröffentlichung auf eigenen privaten Social-Media-Profilen. Persönlichkeitsrechte anderer abgebildeter Personen sind zu beachten.

Eine kommerzielle Nutzung, insbesondere für Werbung, Unternehmenswebseiten oder Marketingmaßnahmen, sowie ein Verkauf der Bilder bedürfen einer gesonderten Vereinbarung in Textform. Künstlerische Veränderungen, Filter oder andere Bearbeitungen bedürfen ebenfalls einer Vereinbarung; technisch erforderliche Größenanpassungen für die erlaubte Veröffentlichung sind zulässig. Gesetzlich erlaubte Nutzungen bleiben unberührt.

10. Bildveröffentlichung durch den Fotografen

Der Fotograf verwendet Bilder erkennbarer Personen für sein Portfolio, seine Website, Social Media, Ausstellungen oder Werbung nur auf Grundlage einer gesonderten, freiwilligen und ausdrücklichen Einwilligung der jeweils betroffenen Personen. Eine Buchung beinhaltet keine solche Einwilligung. Bei minderjährigen Personen sind die erforderlichen Einwilligungen gesondert einzuholen.

Eine Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, beispielsweise per E-Mail an info@mk-fotograf-slk.de. Der Widerruf berührt die Rechtmäßigkeit der bis dahin auf Grundlage der Einwilligung erfolgten Verarbeitung nicht.

11. Ausfall des Fotografen und sonstige Leistungshindernisse

Kann der Fotograf einen Termin aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen erheblichen Hindernissen nicht durchführen, informiert er die Kundin oder den Kunden unverzüglich. Ein Ersatztermin wird angeboten, soweit dies möglich ist, und nur im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart.

Kann die vereinbarte Leistung endgültig nicht erbracht werden oder wird der Vertrag wirksam beendet, richten sich die Folgen nach den gesetzlichen Vorschriften. Vorauszahlungen für nicht zu vergütende Leistungen werden zurückerstattet. Gesetzliche Ansprüche, insbesondere bei einem vom Fotografen zu vertretenden Ausfall, werden nicht ausgeschlossen. Technische Defekte oder Krankheit gelten nicht allein aufgrund dieser AGB als haftungsbefreiende höhere Gewalt.

12. Haftung und Mängelrechte

Der Fotograf haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung. Dies gilt auch für das entsprechende Verschulden seiner gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Fotograf für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten; in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kundin oder der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht für übernommene Garantien oder arglistig verschwiegene Mängel. Technische Defekte und Datenverluste sind nicht pauschal von der Haftung ausgenommen. Die gesetzlichen Mängelrechte bleiben unberührt.

13. Datenschutz

Der Fotograf verarbeitet personenbezogene Daten zur Bearbeitung von Anfragen, zur Durchführung des Vertrags und zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten. Je nach eingesetzten Diensten können erforderliche Daten an Dienstleister, etwa für Hosting, Online-Galerien oder Zahlungsabwicklung, auf einer zulässigen Rechtsgrundlage weitergegeben werden.

Weitere Informationen zu Zwecken, Rechtsgrundlagen, Empfängern, Speicherfristen und Betroffenenrechten enthält die Datenschutzerklärung. Sie muss die tatsächlich eingesetzten Dienste und Abläufe zutreffend beschreiben.

14. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bleiben zwingende Schutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts anwendbar, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.